“Grau teurer Freund ist alle Theorie und grün des Lebens goldner Baum“
Der Schauspielschüler der Schauspielschule Siegburg erfährt eine
praxisnahe und fundierte Ausbildung. Daher kommt der
Schauspielschüler früh in den Genuss, Teil eines Ensembles zu sein.
Inszenierungen unterschiedlicher Regisseure, deren Erarbeitung fester
Unterrichtsbestandteil ist, werden auf der schuleigenen Bühne, der
Studiobühne Siegburg, gezeigt. Jede Theaterproduktion wird bis zu 20
Mal gespielt, so dass der Schauspielschüler die Möglichkeit hat,
Kenntnisse und Erfahrungen aus den Unterrichten auszuprobieren und
Schauspielschüler frühzeitig die Möglichkeit, mit Publikum in Kontakt zu
treten - und dies regelmäßig und kontinuierlich. Die Schauspielschüler
sollen sich mit diesem
Praxisbezug beizeiten an die
Theaterregeln gewöhnen.
Die Gruppenstärke beträgt 6-12
Schüler pro Jahrgang.
Insgesamt besuchen die
Schauspielschule Siegburg nie
mehr als 32 Schüler. Damit
bleibt die Schauspielschule
Siegburg immer eine familiäre Ausbildungsstätte, in der es jede Lehrkraft
als ihre Pflicht versteht, jeden Schüler zu kennen und Ihn durch die
gesamte Ausbildung zu begleiten. Schüler und Pädagogen der Schauspiel-
schule Siegburg besuchen gemeinsam regelmäßig Theaterveranstaltungen.
Wechselnde Regisseure inszenieren bis zu 5 Stücke pro Spielzeit. Die
Probenarbeit zu diesen Stücken ist wesentlicher Bestandteil der
Ausbildung. In der letzten Spielzeit spielten die Schüler 87 Mal in
abendfüllenden Produktionen.
Für diese Produktionen werden zusätzlich Schauspieler und schulinterne
Pädagogen engagiert, die mit dem Schüler gemeinsam proben und am
Abend spielen. Auf diese Weise wird unter anderem erreicht, dass der
Schüler von Beginn der Ausbildung an Beziehungen zu seiner späteren
Arbeitswelt aufbaut. Die so gesammelten Erfahrungen erlauben dem
Schauspielschüler seine Ausbildungsstätte als professioneller Handwerker
zu verlassen und in das Berufsleben zu starten. Weiter erlauben die
ständigen öffentlichen Auftritte das Einladen von Agenturen, Regisseuren
und der ZAV, was im besten Fall früh zu Vorsprechen und einem
Engagement führt.
Die Arbeiten rund um einen gelungenen Theaterabend, wie das „Fahren“
von Licht und Ton, der Bühnenaufbau, das Schminken und der Betrieb
von Kasse und Theater-Bar gehören zu den Aufgaben der Schauspiel-
schüler.
Wir bieten unseren Schauspielschülern einen festen Stundenplan. Wir
lehnen eine Ausbildung mit einem Workshop-Charakter ausdrücklich ab.
Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Lehrkräfte, auch die Ergebnisse
des Schauspielschülers aus den anderen Unterrichten kennen lernt, um
sich so ständig ein neues Bild vom Schüler machen zu können.
Die Unterrichtszeiten sind täglich
zwischen 9.15 - 15.15 Uhr.
Zusätzliche Probenzeiten sind
dabei nicht ausgeschlossen.
Die folgenden Unterrichte sind
Bestandteil des Stundenplanes:
Gesang, Sprechtechnik,
Klavier/Musik, Bewegungs-
unterricht (Tanz, Pilates,
Feldenkrais, Choreographie),
Chor, Etüden, Improvisation,
Schauspieltheorie, praktische Bühnenarbeit, Training nach
Grotowski,
Szenen- und Rollenstudium, Theater- und Literaturgeschichte.
Die Arbeit vor der Kamera und die Gestaltung von Hörspielen werden bei
unseren Partnern absolviert. Der absolvent verläßt die Schule mit
gearbeiteten Vorsprechmonologen, Playbacks zum Vorsingen und einer
Sprecher-Demo-CD.
Orientierungssemester 6 Monate
Die Orientierungsphase dient Schülern und Pädagogen als Kennenlern-
phase, in der wesentliche Grundsteine für die weitere Arbeit gelegt
werden. Es werden mindestens ebensoviel Unterrichte erteilt, wie in
Grund- und Hauptstudium. Vermittlung von Basiswissen und
Bewegungsunterricht nehmen den größten Raum ein.
Das Grundstudium dient dem Erlernen von Methoden der Gestaltungen
von Rolle und Szene. Gleichzeite Arbeit an Szenen und ersten kompletten
Inszenierungen.
Das Hauptstudium dient der Vertiefung der Figurenarbeit.
Wahlrollenstudium. Spezialisierung Musiktheater/ Sprechtheater.
Gleichzeitige Arbeit an Szenen und kompletten Inszenierungen.
Absolventensemester 6 Monate
Vorbereitung auf die Bühnenreifeprüfung mit Unterstützung eines
schulunabhängigen Regisseurs. Erarbeitung einer Abschlußinszenierung.
Erarbeiten von Vorsprechmonologen. Erstellen einer Sprecher-Demo- CD.
Der Schüler kann an allen Unterrichten teilnehmen.
Die Versetzungen in die nächst höheren Klassen erfolgen nicht durch die
Zeit der Zugehörigkeit, sondern durch Leistung und notwendige
Förderung. So kommt es vor, dass sich ein Schauspielschüler durch seine
besonderen Leistungen bereits frühzeitig für eine höhere Klasse
qualifiziert oder auch frühzeitig in einer Inszenierung besetzt wird.
Besetzungen für die ständig laufenden Inszenierungen erfolgen ebenfalls
nach den im Unterricht zu beobachtenden Leistungen und nach den
Erfordernissen und notwendigen Förderungen für den Schüler. Es wird
darauf geachtet, dass die Stücke mit Schülern vieler Ausbildungsjahre
besetzt werden, damit alle Ensemblemitglieder von den unterschiedlichen
Erfahrungen und Bewusstseinsständen profitieren können.
In der Schauspielschule Siegburg gilt die „Abendvorstellung“ als größte
Prüfung. Daher gibt es keine
Zwischenprüfungen, die
einen "Rausschmiss" zur
Folge hätten. Bei auftretenden
Problemen in der Ausbildung
des Schauspielschülers setzen
wir auf frühzeitig klärende
Gespräche, um gemeinsam
Ursachen zu finden und
Lösungswege zu erarbeiten.
Am Ende der Ausbildung
gibt es die Bühnenreifeprüfung zu der alle Pädagogen und auch ehemalige
Regisseure hinzugezogen werden. Nach der bestandenen Bühnenreife-
prüfung spricht der Absolvent bei der ZAV vor.
Dieses Feld dehnt sich nur
vertikal aus.
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